Das Komitee

Das 8. März Komitee

Das Freie 8. März Komitee Graz organisierte sich 1983 zum ersten Mal. Die Zusammensetzung und Zahl der Akteurinnen und teilnehmenden Fraueneinrichtungen variierte in den kommenden Jahrzehnten, wobei sich allerdings ein „harter Kern“ an Mitgliedern herauskristallisiert hat. Entscheidend für das Freie 8. März-Komitee-Graz ist seine parteipolitische Unabhängigkeit, denn nur durch gemeinsames Rufen erlangen Frauen mit ihren Forderungen Gehör! Vom bloßen Tagesprogramm am 8. März selbst hat sich die Komiteearbeit mittlerweile zu einem einwöchigen feministischen Nachdenk-, Informations-, Diskussions- und Aktionsprogramm entwickelt – inklusive jährlichem Fest für alle Grazerinnen!

In Graz wird seit Ende der 1970er Jahre der 8. März zum Kampftag ausgerufen, an dem politische Forderungen gestellt werden und Kritik geübt wird. Brisante Themen bestimmten daher das jeweilige Motto des Programms und fanden auch in den politischen Forderungen ihren Niederschlag: die Sparpakete, der Golfkrieg, der Krieg in Ex-Jugoslawien, die Pensionsreform, das Frauenvolksbegehren, die Politik des Neoliberalismus, die Finanzkrise …

Motto 2018:

100 Jahre Frauenwahlrecht

Forderungen 2018

  • Gelebte Gleichbehandlung und Frauen- förderung in allen Bereichen!
  • Mehr Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen – her mit einer 50%- Männerquote!
  • Das Recht auf Bildung für ALLE!
  • Geschlechtergerechte Werbung und Darstellungen in den Medien!
  • Anerkennung von Verschiedenheiten!
  • Barrierefreiheit – Frauen mit Behinderungen mischen mit!
  • Teilhabe – Migrantinnen reden und bestimmen mit!
  • Entfaltung – Frauen jeden Alters gestaltet mit!
  • Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!
  • Mehr Vollzeitarbeit und Arbeitsplätze in atypischen Berufen für Frauen!
  • Arbeit von der frau gut leben kann – 1700 Euro Bruttomindestlohn!
  • 30 Stunden pro Woche und 6 Stunden pro Tag sind genug. Bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Arbeit fair teilen!
  • Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben muss möglich sein!
  • Kindererziehung, Pflege- und Betreuungsleistungen sind auch Männersache!
  • Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen mit familienfreundlichen Öffnungszeiten!
  • Bessere finanzielle Absicherung von Mädchen- und Fraueneinrichtungen!
  • Grenzen schließen für Waffen!
  • Solidarität und finanzielle Unterstützung von Schutzsuchenden!
  • Gleicher Zugang und Versorgung mit Wohnraum, Infrastruktur und Mobilität!
  • Es reicht! Für Alle. Fair teilen statt kürzen!

Mitglieder des „Freien 8. März Komitees Graz“ 2018

 

Mottos seit 1983 — eine Auswahl:

  • Recht auf Arbeit, Selbstbestimmung und Frieden!
  • Frauensolidarität
  • Wir Frauen sagen: „So nicht!“ Wir fordern: „Recht auf Arbeit, Erwerbstätigkeit und soziale Sicherheit!“
  • 1910 – 1990: 80 Jahre und kein bisschen leiser…
  • Die HERRschenden KRIEGen – Frauen, leistet Widerstand!
  • Bye-bye, Macho!
  • Gemeinsam gegen Krieg und Vergewaltigung
  • Warum ändert sich so wenig, wenn „alle“ sagen, sie sind für die Gleichberechtigung!
  • Kein Sparen auf dem Rücken der Frauen!
  • Frauen ihre Rechte und nicht weniger! Männern ihre Rechte und nicht mehr.
  • Armut ist weiblich
  • Bescheidenheit ist keine Zier!
  • UnMUT tut gut!
  • Stoppt Mars – Venus an die Macht!
  • Weg mit den alltäglichen Hürden für Frauen!
  • Die Zukunft der Stadt ist weiblich!
  • Freiräume für Frauen-Gegen Gewalt an Frauen.
  • Entspannt statt eingespannt!

Viele gestellte Forderungen …

…kehren immer wieder, denn nur konsequentes Einfordern führt zum Erfolg!
Hier eine Auswahl:

  • Für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit und Würde
  • Für die gesellschaftliche und ökonomische Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Gegen Sexismus, Rassismus, Faschismus und Unterdrückung
  • Gegen wie auch immer geartete Gewalt an Frauen
  • Gegen die Diskriminierung von Homosexuellen
  • Für das Recht auf Arbeit, gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und eigene Existenzsicherung für jede Frau
  • Maßnahmen gegen die Armut von Frauen und radikale Umverteilung in allen Bereichen
  • Umverteilung, Neudefinition und Neubewertung von bezahlter und unbezahlter Arbeit
  • Qualitätsvolle, flächendeckende, leistbare, frei wählbare Betreuungseinrichtungen für jedes Kindesalter
  • Auf- und Ausbau regionaler Strukturen im Bereich öffentliche Pflege und Altenbetreuung
  • Selbstbestimmung über den eigenen Körper
  • Keine Vermarktung des weiblichen Körpers und sexistische Werbung
  • Verhütungsmittel und Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein
  • Anerkennung von Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch als Menschenrechtsverletzung und Asylrecht für betroffene Frauen
  • Integration, Förderung und Absicherung von Migrantinnen und deren Einrichtungen
  • Friedenssicherung
  • Kontrolle aller staatlichen Tätigkeiten und des Einflusses von Wirtschaftspolitik in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit
  • Gender Budgeting (geschlechtergerechte Budgetpolitik)
  • Quotenregelungen für Entscheidungs- bzw. Führungspositionen und parlamentarische Vertretung entsprechend der Bevölkerungsanteile (51% Frauen)
  • Finanzielle Absicherung mädchen- und frauenspezifischer Einrichtungen